| Laserbearbeitung von polierten und feingeschliffenen mineralischen Bodenbelägen zur Erhöhung der rutschhemmenden Eigenschaften |
Mittels Laserstrahl werden Materialpartikel aus der Oberfläche des Belagsmaterials ausgedampt (sublimiert). Hierdurch entstehen in der Oberfläche kleine Mulden mit einem Durchmesser von ca. 200 µm. Diese Mulden sind für das menschliche Auge aus einem Betrachtungsabstand von ca. 140 cm nicht mehr sichtbar, da das Auge aus dieser Entfernung eine Objektgröße von mindestens 400 µm benötigt um das Objekt (hier die Mulde) zu erfassen. Die Oberfläche wirkt daher unbearbeitet für den Betrachter, die Politur bleibt makroskopisch erhalten. Um durch die Mulden eine ausreichende Erhöhung der rutschhemmenden Eigenschaften zu erreichen müssen in Abhängigkeit zu in der Oberfläche vorhandenen Eigenrauheiten ca.1 - 3 Millionen Mulden je Quadratmeter erzeugt werden. Verwendet wurde zum Zeitpunkt der Entwicklung ein sog. Lampen gepumpter Yag-Laser; heute werden Dioden gepumte Yag Laser verwendet, da diese eine stark verlängerte Lebensdauer haben und eine noch bessere Steuerung ermöglichen. Die Wirkungsweise der durch die Mulden entstehenden Mikrorauheit unterscheidet sich von allen anderen bisher eingesetzten Bearbeitungstechniken zur verbesserung der Rutschhemmung eines Belages. Bei Schleifen oder z.B. auch Spalten von Materialien entstehen Oberflächenstrukturen, die feine Spitzen aufweisen, die sich beim Begehen in das Sohlenmaterial bohren und so für einen bremsenden Effekt sorgen. |
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